Archiv der Kategorie: ASD

Gespräch der Fachkommission Soz.Jug. mit dem neuen Beigeordneten Muchtar Al Ghusain

Die Stadt Essen hat seit dem 1. März 2018 einen neuen Beigeordneten für die Ressorts Jugend, Bildung und Kultur:  Muchtar Al Ghusain . Herr Al Ghusain war vorher Dezernent für die Ressorts Kultur, Sport und Schule in Würzburg.
 Seine Amtszeit in Essen beträgt acht Jahre.

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Aufwertung von sozialen Dienstleistungen

„Fachkräfte für soziale Dienstleistungen … werden dringend gesucht. Die Bundesagentur für Arbeit signalisiert für alle 16 Bundesländer beginnende oder bereits gravierende Fachkräfteengpässe. Trotzdem sind die Brutto-Stundenlöhne von examinierten Kräften in der Altenpflege mit im Mittel 14,24 Euro, in der Krankenpflege (16,23 Euro) und von Erzieherinnen und Erziehern (15,91 Euro) spürbar niedriger als der Mittelwert für alle Beschäftigten in Deutschland, der bei 16,97 Euro liegt.“

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SozialarbeiterInnen-Gewerkschaftstreffen am 04. Juli

Liebe KollegInnen,

bei unserem letzten Treffen haben wir verabredet, dass wir gewerkschaftlicherseits einigermaßen entspannt (und möglichst ohne die übliche Zornesfurchenbildung auf der Stirn) in den Sommer gehen wollen. Daher kommen wir am

Mittwoch, 04.07.2018, um 17.00 Uhr

auch nicht in der Teichstraße zusammen (obwohl das grundsätzlich kein schlechter Ort ist), sondern in der 

Dampfe, Heinrich-Brauns-Str. 9-15, 45355 Essen.

Besonders herzlich sind natürlich auch unsere KollegInnen aus Oberhausen und Mülheim eingeladen, mit denen wir seit Jahresanfang den ver.di-Bezirk „Ruhr West“ bilden.

Der Ortsverein Essen (neue Untergliederung!) hat aber die alte Internetpräsenz behalten, nämlich: www.essen-verdi-gemeinden.de. Dort kann auch noch einmal nachgelesen werden, dass sich in Sachen Personalaufbau im ASD doch etwas zu tun scheint: http://essen-verdi-gemeinden.de/asd-im-jugendhilfeausschuss/. Von selbst ergibt sich da allerdings nichts. Die Betroffenen müssen sich regen und dranbleiben. Wie gehabt. 

Eure Vertrauensleute 51-2, 51-8, 51-9, 51-10

 

ASD im Jugendhilfeausschuss

Ein inhaltliches Protokoll zu einem Punkt der Tagesordnung, der die Kolleginnen und Kollegen im ASD, die Gewerkschaft ver.di … und letztlich viele Essener Familien betrifft: 

Es tut sich was. Die JHA-Sitzung am 12.06. war – wie so viele andere zuvor – ein politischer Routinetermin. Über 30 Tagesordnungspunkte in knapp zwei Stunden, die meisten Vorlagen wurden ohne weitere Vorstellung und Diskussion zur Kenntnis genommen. Es ist halt merkwürdig still in der Jugendhilfepolitik dieser Stadt. Einerseits.

Andererseits war die Frage, wieviel Personal für Kinderschutz und behördliche Sozialarbeit in dieser Stadt benötigt wird, ein durchaus ausführlich diskutiertes Thema. So begrüßten politische Fraktionen wie auch die anderen stimmberechtigten Mitglieder den von der Verwaltung vorgeschlagenen Personalaufbau beim Jugendnotruf und machten den Weg frei für fünf zusätzliche Vollzeit-Stellen beim Diakoniewerk.

Mehrere JHA-Mitglieder äußerten, dass auch beim „Tagdienst“ – also beim kommunalen ASD – Handlungsbedarf gesehen werde. Die Verwaltung wurde gefragt, wie diese auf die gewerkschaftliche Problemanzeige zu reagieren gedenke. Für die GroKo stellte Ratsfrau Julia Jankovic fest, dass es SPD und CDU nicht nur um die Stärkung der Prävention gehe, sondern auch die Bezirkssozialarbeit angemessen mit Personal ausgestattet werden müsse. Insofern müsse eine allgemeine Debatte zur Situation des ASD aufgemacht und die gewerkschaftlichen Forderungen nach einer Fallzahlbegrenzung und Stellenbemessung intensiv erörtert werden. Und: „Wir müssen das hier im Ausschuss begleiten.“

Der neue Geschäftsbereichsvorstand für Jugend, Bildung und Kultur, Herr Al Ghusain, ging ebenfalls auf das ver.di-Schreiben ein. Zwar stehe auf der aktuellen Sitzung eine ausführliche Betrachtung nicht an, gleichwohl sei ihm die Situation im ASD bewusst und mit den Leitungskräften des Fachbereichs hierüber im Gespräch. Mit der Gewerkschaft werde er sich alsbald zusammensetzen. Tatsächlich ist ein Gesprächstermin mit ver.di bereits vereinbart.

Rückenwind also für das Belegschaftsanliegen, endlich aus dem seit Jahren herrschenden Krisenmodus herauszukommen und auch wieder ein aktives und gestaltendes Verhältnis zu problematischen Lebensverhältnissen zu entwickeln. Dass diese Tätigkeiten – die nicht Kür, sondern Pflicht(-aufgabe) der Kommune sind – zu kurz kommen, hatte die Verwaltung bereits in ihrer Anwort auf eine Grünen-Anfrage dargelegt. 

Der JHA-Sitzung wohnten viele KollegInnen aus der Bezirkssozialarbeit bei – die mit einem Plakat der einfachen Forderung Ausdruck verliehen: „ASD! MEHR PERSONAL JETZT!Auch mit Tribünenapplaus haben sie für Politik und Verwaltungsspitze deutlich gemacht, dass die Beschäftigten Antworten der Zuständigen einfordern. Dass sie sich politisch einmischen. So soll’s sein!