OGS-Forum ver.di NRW

Zu dem Bericht von Sabine Uhlenkott über das OGS-Forum von ver.di NRW hat Iwona Borkowska aus Essen, die an der Veranstaltung teilgenommen hat, noch einen Nachtrag geschickt.

Besonders hat sie darauf hingewiesen, dass Herr Freynick von der FDP den Standpunkt vertreten hat, dass die Politik „erst mal ihre Hausaufgaben machen muss“,bevor man über einen Rechtsanspruch spricht.

Hausaufgaben“ – damit meinte er einen Gesetzentwurf, in dem Finanzierung, Personalschlüssel, Raumgröße, Qualifikation etc. etc. definiert sind.

Da ver.di NRW bereits die Eckdaten für den gesetzlichen Rahmen für die OGS formuliert hat, wäre der Landtag gut beraten, sich daran orientiere …. um die Angelegenheit zu beschleunigen.

Ein weiteres Diskussionsthema, auf dass die Kolleg/innen von ver.di hingewiesen haben, war die erforderliche „Synchronisierung“  von OGS und Schule (u.a. zeitliche Abstimmung von Unterricht und OGS). Schule muss sich ändern und den OGS als qualifizierten Partner sehen – auch daran wird in Zukunft noch intensiv zu arbeiten sein.

Iwona hatte auch den Eindruck, dass Frau Korte und Herr Freynick durchaus beeindruckt waren von den Schilderungen aus der Praxis.

Gute Arbeit im OGS basiert auf dem „Herz der Erzieher/innen“ – mit dieser Bemerkung hat Frau Korte dies zum Ausdruck gebracht.

Ein ganz kritisches Thema ist die europaweite Ausschreibung von OGS-Leistungen. Noch gar nicht so sehr bekannt ist, dass dies gerade in Bochum und Dortmund geschehen ist. ver.di bezweifelt, ob dies nach den EU-Gesetzen wirklich zwingend erforderlich ist. Eine gefährliche Entwicklung, die nicht dazu führen darf, dass sich im Endeffekt Dumpingpreise zu Lasten der pädagogischen Qualität durchsetzen.

Der Dialog mit den Regierungsfraktionen hat begonnen – Anfang 2018 soll er weitergehen.

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Am 9. Oktober hatte das OGS-Forum von ver.di Essen Besuch von der OGS-Bundesfachkommission auf ver.di-Bundesebene.

Die Kolleg/innen haben sich besonders interessiert für die sehr weit fortgeschrittenen Vorarbeiten unserer Essener Kolleginnen zur Gefahrenanzeige.

Auch wurde darüber diskutiert, dass es vielfach in den Städten heftige „Durcheinander“ gibt bei der Frage, wie denn OGS in die Schulen integriert ist und wer gegenüber den OGS-Kolleg/innen weisungsbefugt ist. Nur weil der OGS im Schulgebäude stattfindet, denken manche Schulleitungen offensichtlich, dass sie auch die Vorgesetzten des OGS sind. Dieses „Missverständnis“ muss vielfach noch ausgeräumt werden –  dass es überhaupt existiert, zeigt auch, dass der OGS von vielen Schulleitungen noch längst nicht als vollwertiger Partner angesehen wird.