Die Streiks an den Unikliniken Düsseldorf und Essen werden fortgesetzt

Pressemeldung des ver.di-Bundesvorstandes vom 26. Juli 2018:

Verhandlungen über Entlastung an den Unikliniken Düsseldorf und Essen noch ohne konkrete Ergebnisse

Berlin, 26.07.2018

Nach vier Verhandlungstagen über eine vertragliche Vereinbarung zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und den Arbeitgebern über die Entlastung der Beschäftigten der Unikliniken Düsseldorf und Essen gibt es noch keine konkreten Ergebnisse, die schnell Entlastung für die Beschäftigten bringen. „Eine Fortführung der Gespräche hat keine Grundlage, solange die Klinikvorstände nicht bereit sind, auf der Grundlage von belastbaren Zahlen zur Personalbesetzung auf den Stationen, in den OP-Bereichen und in den Intensivstationen kurzfristig wirksame Entlastungsmaßnahmen zu vereinbaren“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper, im ver.di-Bundesvorstand für Tarifpolitik des öffentlichen Dienstes zuständig.

„Dass die Arbeitgeber die verbindliche Festlegung von Personalstandards erst nach Einführung mehrmonatigen Erhebungen einführen wollen und nach vier Verhandlungstagen immer noch kein Angebot zu Personalaufstockungen vorgelegt haben, wird der Belastungssituation in den Kliniken in keiner Weise gerecht“, so Pieper weiter. Auch die nord-rhein-westfälische Landesregierung sei jetzt in der Pflicht, schnell dazu beizutragen, dass die Beschäftigten entlastet und damit die Patientenversorgung verbessert würden und der Konflikt beendet werden könne.

Die ver.di-Verhandlungskommission informiert im Laufe des Donnerstages (26. Juli) die beiden Tarifkommissionen an den Unikliniken in Essen und Düsseldorf über den Stand der Verhandlungen zwischen ver.di, der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und den Unikliniken. Die Tarifkommissionen und Versammlungen der Streikenden an den Kliniken werden über die weiteren Schritte beraten und auch eine Entscheidung über eine mögliche Wiederaufnahme der Streiks fällen.

In Düsseldorf befinden sich die Beschäftigten seit Anfang Juli in einem unbefristeten Streik, und in Essen haben die Beschäftigten bislang an 13 Tagen gestreikt. Die Streiks sind seit dem 18. Juli 2018 von ver.di ausgesetzt.

Hier >>> zur Webseite von ver.di NRW

 Hier >>> der Artikel der WAZ

Aufwertung von sozialen Dienstleistungen

„Fachkräfte für soziale Dienstleistungen … werden dringend gesucht. Die Bundesagentur für Arbeit signalisiert für alle 16 Bundesländer beginnende oder bereits gravierende Fachkräfteengpässe. Trotzdem sind die Brutto-Stundenlöhne von examinierten Kräften in der Altenpflege mit im Mittel 14,24 Euro, in der Krankenpflege (16,23 Euro) und von Erzieherinnen und Erziehern (15,91 Euro) spürbar niedriger als der Mittelwert für alle Beschäftigten in Deutschland, der bei 16,97 Euro liegt.“

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Entlastungstarifvertrag: Warnstreik am Uniklinikum Essen

Einen Entlastungstarifvertrag fordern aktuell unsere Kolleginnen und Kollegen in den Unikliniken Düsseldorf und hier in Essen.

Auch in anderen sozialen Bereichen mangelt es an Personal. In Kita’s, Offenem Ganztag, Sozialen Diensten, Jugendzentren wird trotz steigender Probleme gnadenlos gespart. Mal ist es der Bund, mal das Land oder die Kommune, die mit „leeren Kassen“ diese desolaten Situationen begründen.

Die Kolleginnen und Kollegen in den Unikliniken zeigen, dass wir uns wehren müssen, wenn wir etwas ändern wollen.

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