Personalbemessung … Erfahrungen in Dortmund

Mal über den Tellerrand schauen ist immer sinnvoll: Den Blick weiten – Betriebsblindheit überwinden – von den Erfahrungen anderer lernen. Um so mehr gilt das für regional agierende Gewerkschaften, deren „Gegenüber“, die Arbeitgeberseite also, überregional gut vernetzt ist.

Das dachten wir uns in der Soz.Jug mit Blick auf die Tarifverhandlungen im kommenden Jahr, in dem ja auch noch Kommunalwahlen stattfinden werden.

Bei unseren Langzeitthemen Personalbemessung, Fallzahlobergrenzen etc. sind wir in Essen ganz und gar nicht erfolg- und wirkungslos. Wie aber können wir noch besser werden und wie gehen die Kolleginnen und Kollegen in anderen Städten vor? Das wollen wir wissen und haben uns deshalb am 20. November mit fünf Kolleginnen und Kollegen aus Dortmund getroffen.

Wir hatten einen intensiven Austausch zu den Themen „Kriterien der Personalbemessung“, wie die Arbeitgeber argumentieren, wie man Kriterien von lokalen Gegebenheiten abstrahieren und objektivieren bzw. verallgemeinern kann.

Interessant zu erfahren, dass die Stadt Dortmund sich von einer externen Agentur beraten lässt. Diese Agentur arbeitet mit einem „Tool“, das jeweils auf die spezifische Situation des Kunden hin individualisiert wird.

Noch interessanter aber, dass der Einsatz dieses „Tools“ in Dortmund auch der Arbeitnehmerseite geholfen hat, zusätzliche Personalbedarfe zu identifizieren und gegenüber Politik und Arbeitgeber erfolgreich zu begründen. Ob auf weiter steigendes Arbeitsaufkommen auch ein „dynamischer Stellenaufbau“ folgt: diese Nagelprobe steht in Dortmund allerdings noch aus.

Solche Instrumente wie das in Dortmund angewendete werden immer mal wieder auch in anderen Kommunen eingesetzt. Wir waren uns deshalb mit den Kolleginnen und Kollegen aus Dortmund einig, dass es notwendig ist, solche Erfahrungen landesweit zu sammeln und auszuwerten. 

Damit hatte unser Treffen ein konkretes Arbeitsergebnis. Wir bleiben am Ball und werden an dieser Stelle berichten ….

 

 

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