An die Mitglieder im Rat der Stadt Essen …

Unsere „briefliche Auseinandersetzung“ mit dem Beigeordneten Peter Renzel kann und wird sich nicht auf den „Austausch“ von Schriftsätzen beschränken. Bei diesem Thema Kindeswohlgefährdung in Essen geht es um die Arbeitsbedingungen der Kolleginnen und Kollegen im ASD ebenso wie um das Wohlergehen von Essener Familien. Wir bewegen uns hier nicht nur auf gewerkschaftspolitischem, sondern auch auf gesellschaftspolitischem Terrain. Deshalb haben wir unsere Stellungnahme den Mitgliedern des Rates der Stadt Essen zur Kenntnis gegeben … und sind gespannt auf die Antworten.

Der Wortlaut unseres Briefes vom 29.1.2018 hier im Wortlaut:

An die Mitglieder im Rat der Stadt Essen

 Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

anbei erhalten Sie unsere Rückmeldung an Herrn Renzel in Sachen Kindeswohlgefährdung in Essen (den kompletten Schriftwechsel entnehmen Sie bitte unserer Internetseite www.essen-verdi-gemeinden.de ) zur Kenntnis, weil wir der Auffassung sind, dass unbedingt über die Stadtpolitik bessere Rahmenbedingungen für die soziale Arbeit in der Stadt Essen geschaffen werden müssen.

Dabei geht es noch nicht mal nur um den allgemeinen Sozialdienst (ASD), sondern grundsätzlich um Bildung und Soziales in Essen (es gab z.B. auch Schriftwechsel zur offenen Ganztagsschule, OGS).

Wir möchten gern gemeinsam mit Ihnen beraten, ob und wie unsere Kinder, Jugendlichen und Familien hier in Essen besser und umfassender gefördert werden könnten. Hierzu gehören u.a. die Kitas, Familienzentren, OGS, Schulen etc. Wir können es uns nicht leisten, junge Menschen abgleiten zu lassen, nur weil Kitaplätze nicht ausreichend vorhanden sind, OGS-Gruppen völlig überfüllt sind, Sozialarbeiter*innen nicht vorhanden oder überlastet sind, Schulsozialarbeit nur projekthaft stattfindet … um nur einige Baustellen zu nennen.

Wir brauchen Unterstützung seitens der Politik, um im sozialen Bereich nicht zu kleckern, sondern zu klotzen.

Nicht Wahlperioden sind dafür der Maßstab, sondern eine verlässliche Förderung von frühester Kindheit bis zum Einstieg ins Berufsleben. 

Denn sonst geht es uns bald wie bei anderen Baustellen in Essen: Gebäude, Straßen und Brücken sind marode und sind, falls überhaupt, nur noch mit enormen Aufwand zu retten.

Brücken kann man notfalls neu bauen – eine Kindheit nicht!

Lassen Sie es nicht so weit kommen. Greifen Sie jetzt ein und schaffen Sie eine solide Basis.

Mit freundlichen Grüßen

Martina Peil
Fachbereich Gemeinden
ver.di Bezirk Ruhr-West
Teichstr. 4a
45127 Essen

Tel.: 0201 24752 12
mobil: 0173 9274797
www.essen-verdi-gemeinden.de

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