„Deutscher Fürsorgetag“ in Essen

Der 82. „Deutsche Fürsorgetag“, DAS Branchentreffen all derer, die sich um das „Soziale im Staat“ kümmern bzw. in den sozialen Praxisfeldern arbeiten, findet derzeit >>> bei uns in Essen statt.
Da mussten wir hin …

„Trotz der vielfach beschworenen Anerkennung und Wertschätzung unserer Arbeit gibt es noch keine Bereitschaft zu grundlegenden Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen im Sozial- und Erziehungsdienst.“, äußerte sich Petra Scheiber (Beschäftigte Erzieherin an einer Essener Schule) zum Anlass des Streiks.

Unter dem Motto „Der Sozialstaat sichert unsere Zukunft – sichern wir den Sozialstaat!“ soll beraten werden, wie der zunehmenden gesellschaftlichen Ungleichheit, den sozialen Folgen der Pandemie und dem steigenden Armutsrisiko (insbesondere bei Frauen) entgegengewirkt werden soll. „Es ist blanker Hohn, dass ausgerechnet diejenigen nicht zur Diskussion eingeladen wurden, die tagtäglich mit ihrer Arbeit die Zukunft unseres Sozialstaats überhaupt erst ermöglichen!“ moniert Martina Peil, Gewerkschaftssekretärin von ver.di.
Darum trugen die Beschäftigten ihre Forderungen auf Transparenten direkt vor die Grugahalle und erweckten mit Sprechchören, Flugblättern und Bodenzeitungen die Aufmerksamkeit der Veranstaltungsgäste.

Beim Deutschen Fürsorgetag gaben sich prominente Vertreter*innen der Politik die Klinke in die Hand: Bundesfamilienministerin Lisa Paus, NRW Ministerpräsident Hendrik Wüst, Oberbürgermeister Thomas Kufen, Stadtdirektor Peter Renzel und Muchtar Al Ghusain (Geschäftsbereichsvorstand Jugend, Bildung & Kultur) kamen zur Veranstaltungseröffnung und zeigten sich gegenüber den Streikenden gesprächsbereit. Dabei sicherten alle fünf zu, dass sie die Anliegen der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst ernst nehmen und sich für eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen einsetzen werden.

„Wenn diese Veranstaltung mehr als ein politischer Schaulauf sein soll, dann müssen die Beteiligten ihre Macht nutzen und ein klares Zeichen an den VKA senden: Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst verdienen mehr!“, so Martina Peil.

Bereits am Mittwoch 11.5.2022 steht für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der nächste Streiktag an: ver.di-Vorsitzender Frank Werneke ist an diesem Tag in Gelsenkirchen zu Gast, um zu den Streikenden zu sprechen und ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Hier Foto- und Videoimpressionen von den Begegnungen mit Ministerpräsident Wüst, unserem Essener OB Thomas Kufen, dem für uns zuständigen Beigeordneten Muchtar Al Ghusain, Stadtdirektor Peter Renzel und Bundesfamilienministerin Lisa Paus

 

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