Kurzarbeit im öffentlichen Dienst

M e d i e n i n f o r m a t i o n ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bundesvorstand

ver.di und kommunale Arbeitgeber wollen tarifvertragliche Regelungen zu Kurzarbeit im öffentlichen Dienst vereinbaren

Berlin, 25.03.2020

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wird mit der
Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) in Verhandlungen zu einem Tarifvertrag Kurzarbeit für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes eintreten. Das hat die
ver.di-Bundestarifkommission heute (25. März 2020) beschlossen.

„Angesichts der aktuellen durch das Corona-Virus ausgelösten Krise
besteht auch für den öffentlichen Dienst und öffentliche Unternehmen Handlungsbedarf“, betonte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke: „Dort, wo das notwendig ist, soll Kurzarbeit möglich sein – ver.di will Beschäftigung sichern und Einkommen erhalten.“

Dazu müssten jetzt Regelungen vereinbart werden, um einerseits die öffentliche Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger zu
gewährleisten und andererseits die Beschäftigten tarifvertraglich
abzusichern.

Da in den Regelungen des Tarifrechts des öffentlichen Dienstes
derzeit keine Vereinbarungen über Kurzarbeit enthalten seien, müssten diese kurzfristig verhandelt werden. Ziel müsse es sein, einen zeitlich befristeten Tarifvertrag zur Krisenbewältigung
abzuschließen, um unter anderem einen Arbeitgeberzuschuss zur
Aufstockung des Kurzarbeitergeldes zu vereinbaren, der reale
Entgeltausfälle weitestgehend abmildert oder gar komplett beseitigt.
Zudem müssten auch betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden, sagte Werneke: „Die Beschäftigten brauchen in der Krise mehr denn je Sicherheit und Zuverlässigkeit.“

Pressekontakt:
Jan Jurczyk
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